Der Fall Joller

Ich habe ein Faible für Geistergeschichten – weniger für vage Lagerfeuer-Sagen als vielmehr für Fälle, die sich präziser fassen lassen: mit Namen, Daten, Orten und Quellen. Und davon gibt es in der Schweiz mehr, als man meint.

Der bekannteste Schweizer Spukfall ist zweifellos jener von Melchior Joller in Stans um 1860.

Über Monate kam es im Haus des ehemaligen Nationalrats zu Poltergeist-Erscheinungen: Schläge, bewegte Gegenstände, nächtliche Vorfälle. Beobachtet von Nachbarn, protokolliert von Behörden, breit diskutiert in der zeitgenössischen Presse.

2010 habe ich zum Joller-Haus einen Artikel geschrieben. Ich habe das Gebäude auf der Spichermatte kurz vor dem Abbruch noch besucht. Diesen Text habe ich nun hier als Story gepostet.

Wer tiefer eintauchen möchte, findet auf YouTube eine gute Dokumentation und hier eine Zusammenfassung des Buches «Schreckliche Gesellschaft. Das Spukhaus zu Stans und das Leben von Melchior Joller»: Der Spukfall Melchior Joller (Stans/Schweiz, 1862) – Zusammenfassung

Nachfolgend einige zeitgenössische Zeitungsartikel:

Eidgenössische Zeitung, Nummer 250, 10. September 1862

Der Landbote, Nummer 223, 18. September 1862

Thurgauer Zeitung, Nummer 221, 17. September 1862

Hier findest du eine Übersicht der Artikel.

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